Café Miteinander

Ein neues Projekt in der Kirchengemeinde

Der Weg zum Begegnungsort … Was bisher geschah …

Nachdem im November erste Ideen gesammelt wurden, hat sich eine internationale Planungsgruppe Anfang des Jahres gemeinsam auf den Weg gemacht, die Räume einzurichten. Wir treffen uns donnerstags 14tägig in der Caféküche. Was schon gemacht ist:

  • Spachteln und Streichen der Toiletten
  • Ab- und Aufbau eines großen geschenkten Schrankes als Trennwand zur Kinderspielecke
  • Reparieren des uralten Terazzofußbodens
  • Ein Klempner legt Wasser und Abwasserrohre in die Ecke, wo eine neue Küche entstehen soll
  • Der Elektriker installiert dort Steckdosen und einen Herdanschluss
  • Kauf einer gebrauchten Küche in Schwerin, Kaufen von Zubehör und Aufbau der Küche
  • Aufbau von Regalen und Kauf von Vorhängen als Trennwände für das Klassenzimmer
  • Geschenkte Möbel, Geschirr usw. abholen
  • Plakat für das Fenster und für das interkulturelle Fest gestalten
  • Putzen, Wischen, Planen, Kaffeetrinken, Diskutieren, Entscheiden, Lachen, Übersetzen, Malen, Nachfragen,
  • Und immer wieder die Frage: Wie soll dieser Ort heißen? Es ist ja kein normales Café, Getränke gibt es gegen eine Spende, viele Gruppen treffen sich hier:
    „Café Miteinander“ – „Mitmachcafé“ – „Café Willkommen“ – „Begegnungstreff“ …?

Dazu wollen wir Ideen sammeln bei unserer ersten offenen Veranstaltung mit Internationalem Buffet, Kinderprogramm und vielen Gelegenheiten zum Kennenlernen.

Internationales Familienfest mit Projektvorstellung
Am Sonntag, 21. April 2024, 15.00 -18.00 Uhr
Lange Str. 78 in Hagenow

Herzlich Willkommen!

Die Planungsgruppe startet mit ihrer Arbeit

Die ca. 10 Teilnehmer der neugegründeten Planungsgruppe lernten sich Mitte November in der Küche des entstehenden Begegnungscafés in der Langen Str. 78 kennen.

Die Frauen und Männer aus Afghanistan, der Ukraine, Marokko und Deutschland konnten feststellen, dass es doch viele gemeinsame Interessen gibt, wie Kochen, Natur, Sport, kreatives Gestalten und der Wunsch, gemeinsam einen Ort der Begegnung zu gestalten.   

Die zwei großen Räume des Ladens wurden auf ihre zukünftige Nutzung hin betrachtet:
Es soll einen Raum für Sportaktivitäten (Kickboxen, Tischtennis, Gymnastik, Tanz, ...) geben. Im großen Raum soll ein „Klassenraum“ zum Lernen entstehen. Dieser soll mit flexiblen Regalen abgegrenzt werden. Daneben könnte die Küche hinter die schon vorhandene Theke integriert werden. Ein gemütlicher Cafébereich und eine „Kuschel- und Lese Ecke“ mit Rückzugsmöglichkeit könnte für die Kinder hergerichtet werden. Auch ein Kreativ-Bereich ist geplant.

Das gemeinsame Planen und Besprechen in der Planungsgruppe ist Teil des Café- Konzepts: Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, auch mit wenig Deutschkenntnissen, sollen ermutigt werden, miteinander zu kommunizieren und Lösungen zu diskutieren und umzusetzen. So wird schon mal das Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen eingeübt.

Aufbruch

Aufbruchstimmung, Ideensammlung und Umbaupläne

Die Evangelische Kirchengemeinde in Hagenow startet ein neues Begegnungsprojekt:
In der Langen Straße 78 soll ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, Zugewanderte und einheimische Hagenower entstehen. Dort soll es offene Zeiten zum Klönen, Kaffeetrinken und Kennenlernen geben, aber auch Gruppen wie Koch- und Handarbeitsgruppen, Hausaufgabenhilfe für Kinder und Arabischlerngruppen, Deutschkurse und Handarbeits- oder Kreativgruppen. Es können Feste gefeiert werden und Kinderkleidung oder Bücher getauscht werden … Eingeladen wird von Ehrenamtlichen, vor allem Frauen, viele mit Migrationsgeschichte, die ihre Begabungen entfalten und neue Menschen kennenlernen möchten.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird möglich durch die Förderung der deutschen Fernsehlotterie, aber es kommen auch Mittel vom Kirchenkreis Mecklenburg, der Stadt Hagenow und der Peter Jensen Stiftung Hamburg. Die Sozialpädagogin Katja Huenges wird diesen gemeinsamen Weg begleiten. Helferinnen und Unterstützer, Spenden und Mitanpacker sind immer gerne gesehen, sowohl regelmäßig im Mitarbeiterteam, als auch für einzelne Aktionen.

Das Projekt „Integration“

Interkulturelles Familienfest auf dem Kirchenplatz – Rückblick

Interkulturelles Familienfest auf dem Kirchenplatz

Bei traumhaftem Frühlingswetter tummelten sich auf dem Kirchplatz weit über 100 Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern vom Baby bis zur Großmutter beim nun vierten interkulturellen Familienfest.

Der Kinderzirkus um Simone Muschick eröffnete den Nachmittag und begeisterte die Zuschauer mit tollen Darbietungen.

Danach durften die Besucherkinder, mit Hulahoop-Reifen, Diabolo und Jonglierbällen ihre Talente erproben.

Die Familien hatten internationale Köstlichkeiten für ein köstliches Buffet beigesteuert, ein sehr großer Tisch war von den ukrainischen Familien gestaltet worden, zwei Muttis aus Ghana hatten frisch Yams, Kochbananen und Fisch fritiert, es gab Leckeres aus dem Iran und Syrien.

Dabei konnten die Kinder auf der Strohhüpfburg toben, bei der Künstlerin Martina Kriedel Blumentöpfe bemalen und bepflanzen und ein großes Kunstwerk „unsere bunte Welt“ mitgestalten.

Viele engagierten Ehrenamtliche, davon fünf fitte Jugendliche, brachten sich ein, und so gab es auch Kinderschminken, Zuckerwatte und einen Geschicklichkeitsparcours mit tollen Preisen.

Viele Besucher bedankten sich für das tolle Fest. Auch wir waren sehr glücklich am Abend, denn unkomplizierte Begegnungen in einer Atmosphäre von Fröhlichkeit und Leichtigkeit waren genau das, was wir uns für diesen Tag gewünscht hatten. Die Stadt Hagenow ermöglichte die Bastelangebote durch eine großzügige Spende für das Fest.

Offener Gemeinschaftsgarten

Wir gestalten gemeinsam mit Menschen, die Freude daran haben, in Hagenow einen Gemeinschaftsgarten.

Die Idee ist, einen Raum der Begegnung für Menschen zu schaffen, für Alte und Junge, Einheimische und Zugezogene, Kranke und Gesunde, die miteinander eine kleine Oase gestalten, einen Ort zum Spielen, Graben, Pflanzen, Ernten, Feiern, die Natur kennenlernen — einfach zusammen sein und miteinander ins Gespräch kommen. Jede und jeder kann dabei sein, zusehen, mitgestalten und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen.

Wir haben im vergangenen Jahr schon einiges zusammen auf den Weg gebracht. Auf unserem Gartengrundstück, das seit 10 Jahren brach lag, ist

  • ein Brunnen gebohrt worden mit Handpumpe
  • eine große Fläche umgegraben worden, und viele Beete für Gemüse und Blumen sind von etwa 11 Familien und Alleinstehenden gestaltet worden. Es sind noch Flächen frei! Wer möchte ... ?
  • eine alte Hüttenruine abgerissen und ein neues Gartenhaus erbaut worden, mit Regentonnen. Die Anschaffung wurde von der Anstiftung gespendet. Ein ehrenamtlicher Tischer und ein internationales Helferteam war dafür im Einsatz.
  • ein Grill und eine Feuerstelle installiert worden
  • ein neues grasgrünes Gartentor gebaut worden
  • ein gespendeter Gartenpavillon aufgebaut worden
  • eine Komposttoilette aufgebaut worden
  • ein Gewächshaus erstellt worden

Wir haben viele Spenden von Nachbarn und Freunden bekommen: Blumen, Büsche, einen Rosenstock, Tische und Stühle, Gartengeräte, ein Planschbecken und mehr. Das Lebenshilfewerk hat uns einen Tisch und zwei Bänke gebaut. Wir freuen uns auch sehr, dass unser Projekt durch „Demokratie leben“ vom Landkreis Ludwigslust gefördert wird und von der „anstiftung“.

Dieses Jahr möchten wir ein Spielhaus aufbauen. Leider ist unsere Mitgründerin Almuth Mellin in den Ruhestand gegangen und weggezogen. Wir suchen neue Mitstreiter! Wer hat Freude, im Garten und mit Menschen zu arbeiten und hat Zeit, sich regelmäßig mit einzubringen? Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf dich!

Mittwochs nachmittags ist unser Gartentreff, wo meistens jemand da ist. Wer Lust hat ist herzlich willkommen!

Wer sich vorstellen kann, sich hier mit einzubringen, wende sich bitte an die Sozialpädagogin Katja Huenges.

Arabischklassen in der Evangelischen Schule
Foto: Rihab Alkashto

Seit dem Herbst 2020 sind die etwa 40 Kinder mit arabischer Muttersprache nun im Bioraum der evangelischen Schule untergekommen. Der große und helle Raum ist viel besser geeignet als unsere Räume in der Kirchengemeinde, zumal dort auch die Coronaabstands- und hygienevorschriften eingehalten werden können. Mit viel Freude,  Phantasie und Engagement unterrichtet die Lehrerin Rihab Alkashto jeden Samstag in 3 Gruppen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 5 und 18 Jahren in ihrer Muttersprache. Der großzügige Schulhof der Schule steht ihnen auch zur Verfügung. Während des Lockdowns haben die Schülerinnenn und Schüler über WhatsApp Aufgaben erhalten.

Ziel ist, auf spielerische Art den Kindern ihre Muttersprache in Wort und Schrift zu vermitteln, da sie sie sonst langsam vergessen bzw. auf einem kindlichen Sprachniveau stehen bleiben. Alle Familien haben noch Kontakt nach Syrien oder planen eine Rückkehr nach dem Ende des Krieges.  Auch zum fehlerfreien Erwerb der Zweitsprache Deutsch, ist ein sicheres Beherrschen der Muttersprache und der Grammatik Voraussetzung. Frau Alkashto hat in Syrien 12 Jahre als Grundschullehrerin und zwei Jahre als Schulleiterin gearbeitet. Bewegung, Basteln, Spiele, Tanz und Musik spielen eine große Rolle in ihrem Unterricht. Auch die Jugendlichen haben zum Teil auch noch Probleme in Wort und Schrift, da durch den Krieg in Syrien schon lange kein Unterricht mehr stattfinden konnte. Außerdem unterrichtet sie für die Großen auch Grammatik. Natürlich sind auch Schüler willkommen, die nicht aus Syrien stammen.

Das Angebot wird sehr gerne angenommen, weil der abwechslungsreiche Unterricht Spaß macht und die Teilnehmenden hier Gleichgesinnte treffen. Wenn es wieder möglich ist, werden sie bei Schul- oder Gemeindefesten Auftritte haben, wo sie ihr Gelerntes vorstellen.

Wir versuchen auf Anregung von Frau Alkashto weiter, eine Deutschlehrerin zu finden, die eine Stunde spielerisch, z. B. mit Theater, Liedern, Gedichten u. a. auch die Deutschkenntnisse der Teilnehmenden vertieft. Alle sprechen Deutsch und besuchen die Regelschule, dennoch haben die wenigsten eine Deutschförderung neben dem regulären Unterricht erhalten.

Wunschgroßeltern
Wunschgroßeltern gesucht

Es gibt auch in Hagenow alleinerziehende Mütter oder Väter, die durch Trennung, Beruf und vielen Anforderungen sehr belastet sind. Manchmal kommen dann die Kinder zu kurz, vor allem wenn keine Verwandten in der Nähe sind. Wie wunderbar wäre es, wenn da Großeltern oder eine Oma oder Opa wäre, die einfach mal

  • Zeit haben für das Kind
  • ein offenes Ohr haben
  • Lust haben, etwas zu spielen
  • zum Spielplatz gehen
  • ein Buch anschauen!

Die Familienberatungsstelle des IB (Internationaler Bund) sucht Wunschgroßeltern, die sich vorstellen können, sich z.B. einmal in der Woche mit einem Kind zu treffen (aktuell ein Mädchen aus der 2. Klasse) und ein wenig ihren Weg zu begleiten. Die Kollegin der Beratungsstelle vermittelt den Kontakt und steht immer bei Fragen zu Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Katja Huenges

Projektbeschreibung
Über das Projekt

Seit September 2007 gibt es in der Kirchengemeinde eine Projektstelle „Integration“. Anfangs lag der Schwerpunkt der Arbeit in der Begleitung von Spätaussiedlerfamilien, meist aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Etwa 10% der Gemeindeglieder gehörten dieser Gruppe an, fanden jedoch von sich aus kaum Zugang zu den Angeboten der Kirchengemeinde, weil sie das evangelische Gemeindeleben nicht oder nur wenig kannten.

Inzwischen wurde der Arbeitsbereich auf Menschen mit Migrationshintergrund aus den verschiedensten Ländern ausgeweitet. In Hagenow sind das v. a. Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Iran, Ukraine, aber auch EU Arbeitnehmer. Oftmals handelt es sich hierbei um Familien.

Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema „Migration und Geflüchtete“ in Hagenow ist

  • Haben Sie vielleicht Kinderkleidung, ein Fahrrad abzugeben?
  • Haben Sie etwas Zeit und sind neugierig darauf, einen Menschen oder eine  Familie aus einem anderen Land dabei zu begleiten, sich hier zurechtzufinden? Begleitung zu Arztbesuchen oder Ämtern, Hausaufgabenhilfe bei einem Kind oder Unterstützung beim Deutschlernen bei einem Sprachkursbesucher sind möglich.

Kommen Sie einfach zu einer der angebotenen Gruppen vorbei und sprechen Sie Frau Huenges an! Viele Familien würden sich sehr freuen, hier in Hagenow einen Ansprechpartner zu haben für alles, was hier neu und anders ist als z.B. in Afghanistan.

Zur Zeit gibt es diese regelmäßigen Angebote:

  • Deutschkurs für Frauen, zur Zeit dreimal wöchentlich 9.15 Uhr bis 11.00 Uhr. Bei Interesse fragen Sie bitte nach.
    Dieser Kurs ist für die allerersten Grundlagen und zur Ermutigung, Deutsch zu sprechen. Teilnehmer sind v. a. Frauen mit Kleinkindern, die keinen regulären Deutschkurs besuchen können, weil sie keinen Krippen- oder Kindergartenplatz haben. Es gibt eine Kinderbetreuung.
  • Hausaufgabenbetreuung mit ehrenamtlichen Helfern oder dem Nachhilfeanbieter "To Hus". Die Hilfe kann über BUTLeistungen gefördert werden. Bitte fragen Sie nach.
  • Offener Kindersport, Dienstags 15.15 Uhr bis 16.30 Uhr auf dem Sportplatz hinter der  Europaschule im Kietz
    Dieses offenen Angebot für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren wird mit begleitet Marko Hippmann.
  • Spiel- Lerntreff für Grundschulkinder ohne Deutschkenntnisse Di (3. und 4. Klasse ) und Donnerstag (1. und 2. Klasse) 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr, gefördert vom Integrationsfonds MV
  • Vermittlung von Lernpartnerschaftenfür einen bestimmten und absehbaren Zeitraum, in denen ein Helfer regelmäßig einen Lernenden begleitet. Frau Huenges steht dabei für alle Fragen zur Verfügung.
  • Aktivgruppe Integration Hagenow, wir treffen uns i. d. R. einmal im Quartal, um wichtige Fragen zum Themenbereich Vielfalt, Migration, Begegnung in der Stadt zu besprechen. Dabei sind Vertreter verschiedener Einrichtungen und Ehrenamtliche. Sie sind herzlich willkommen, Ihre Ideen einzubringen und mitzumachen.
  • Frauensportgruppe Mittwochs 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr Otto Ibs Halle Möllnerstr. (kostenlos)